Chiemgauer Rundschau

Agrarwissenschaftler Prof. Steinhauser der TUM wird 80 PDF
Geschrieben von: Redaktion   
Mittwoch, 11. März 2009 um 00:00

Agrarwissenschaftler Prof. Steinhauser Der Weihenstephaner „Brückenbauer zur Praxis “ Prof. Steinhauser feiert Geburtstag.
 
München/Weihenstehpan. Am 21. März 2009 feiert Prof. Dr. Hugo Steinhauser seinen 80. Geburtstag. Der Agrarwissenschaftler, der lange Jahre den Lehrstuhl Wirtschaftslehre des Landbaues am Standort Weihenstephan der Technischen Universität München (TUM) innehatte, gilt als Brückenbauer zwischen Theorie und Praxis: Er suchte stets die Nähe zum landwirtschaftlichen Anwender, und forschte daher verstärkt anwendungsbezogen. 

Nach dem Studium in Hohenheim und Weihenstephan promovierte Prof. Steinhauser 1958 zum Dr. agr. bei Prof. Paul Rintelen an der damaligen Technischen Hochschule München in Freising-Weihenstephan. Bereits kurz nach seiner Habilitation im Jahre 1963 wurde Prof. Steinhauser 1965 als Nachfolger von Prof. Georg Blohm auf den Lehrstuhl für landwirtschaftliche Betriebs- und Arbeitslehre an der Christian-Albrecht-Universität in Kiel berufen. Im Jahre 1971 folgte er dem Ruf an seine alte Wirkungsstätte Weihenstephan. Hier hatte er 25 Jahre lang den Lehrstuhl für Wirtschaftslehre des Landbaues inne. Daneben engagierte sich Prof. Steinhauser sehr stark in der universitären Selbstverwaltung: So war er Dekan der damaligen Fakultät für Landwirtschaft und Gartenbau und über 30 Jahre Geschäftsführer der Versuchsstation für landwirtschaftliche Betriebslehre.
 
Prof. Steinhauser hat immer in besonderem Maße den Bezug zur landwirtschaftlichen Praxis gesucht. Seine Forschungsarbeiten waren daher stets anwendungsbezogen. Einen besonderen Schwerpunkt bildete die Analyse aller wichtigen landwirtschaftlichen Betriebszweige unter veränderten wirtschaftlichen und agrarpolitischen Rahmenbedingungen. Darüber hinaus hat er verschiedene produktionstechnische Fragen in der Rinderhaltung, wie die Ermittlung optimaler Fütterungsstrategien sowie optimaler Mastendgewichte, in breit angelegten Versuchen auf den Versuchsstationen untersucht. Ein besonderer Schwerpunkt galt weiterhin den Problemen des Futterbaus unter besonderer Berücksichtigung des Maisanbaus. Die Ergebnisse seiner Forschungstätigkeit sind in etwa 570 Veröffentlichungen dokumentiert.
 
Bei den Studierenden waren vor allem seine Lehrveranstaltungen zur Ökonomie der tierischen und pflanzlichen Produktion beliebt. Besonders guten Anklang hat das gemeinsam mit Prof. Cay Langbehn und Prof. Uwe Peters verfasste Lehrbuch „Einführung in die landwirtschaftliche Betriebslehre – Allgemeiner Teil“ gefunden, das auch in zwei Fremdsprachen übersetzt worden ist. Der erfolgreiche Abschluss von 43 Promotions- und vier Habilitationsverfahren unterstreicht Steinhausers stetes Bestreben, jüngere Mitarbeiter durch eine fundierte wissenschaftliche Ausbildung zu fördern. Gleichzeitig war er für seine Mitarbeiter ein geschätzter Ansprechpartner in beruflichen wie privaten Fragen.
 
Als geschätztem Referenten ist es Prof. Steinhauser gelungen, in nahezu 300 Vorträgen die verschiedenen Forschungsergebnisse einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Landwirte und Beratungskräfte haben dadurch wertvolle Orientierungshilfen erhalten. Auch die Politik ließ sich von ihm beraten: Steinhauser war über 20 Jahre Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Von 1975 bis 1987 war er bei demselben Ministerium auch Mitglied im Beirat für Naturschutz und Landschaftspflege.


 

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