Chiemgauer Rundschau

Seen und Moore können fachlich betreut werden PDF
Geschrieben von: Inge Graicher   
Dienstag, 07. Oktober 2008 um 05:34

Abschlussveranstaltung Leader+ Chiemgauer SeenplatteEggstätt. 1, 4 Millionen Euro steckten die Landkreise Rosenheim und Traunstein, das Land Bayern sowie die Europäische Union in zwölf Jahren in die Hoch- und Niedermoore im Gebiet der Eggstätter-Hemhofer-Seenplatte sowie Seeoner Seen. Das Ziel: Natur erhalten und Besucherströme umweltverträglich lenken. Im Rahmen einer Abschlussveranstaltung fasste die Projektleitern Vroni Feichtinger (rechts im Bild) zusammen, was an der Eiszerfallslandschaft im nördlichen Chiemgau besonders ist und was getan werden muss, um den Lebensraum zu erhalten. Die Vertreter aus Politik und Regierungseinrichtungen machten in ihren Ansprachen bei einer Abschlussveranstaltung deutlich, dass sie das Projekt weiter unterstützen.

 

Christoph Himmighofen vom bayerischen Umweltministerium kündigte Sondermittel des Aktionsplans »Moore und Klima« an. Diese ermöglichen die Finanzierung einer Fachkraft für die Betreuung der Seen und Moore in beiden Landkreisen im Rahmen der »Lokalen Aktionsgruppe Chiemgauer-Seenplatte«. Diese ist ein Zusammenschluss der sieben Gemeinden Amerang, Bad Endorf, Eggstätt, Höslwang, Obing, Pittenhart, Seeon-Seebruck – eingebettet in die Initiative »Leader+« der Europäischen Union. Die Initiative möchte gemeinsam mit einer breiten Bürgerbeteiligung neue Organisationsformen fördern, um das Charakteristische einer Region zu stärken. Damit will man seit 1991 eine Experimentierwerkstätte für den ländlichen Raum bieten.

 
Bild: Zu Fuß und per Kutsche ging zu markanten Punkten des Seen- und Moorgebietes der Chiemgauer Seenplatte. Vroni Feichtinger (ganz rechts) erläutert, was zum Schutz des Lebensraums getan wurde und getan werden muss. Die Zuhörer von links: Traunsteins Altlandrat Jakob Strobl, Ministerialdirigent Christoph Himmighofen vom bayerischen Umweltministerium, Rosenheims Landrat Josef Neiderhell, Landrat Hermann Steinmaßl, Traunstein, Beate Rutkowski und Hermann Eschenbeck vom Traunsteiner Bund Naturschutz, dahinter der Ameranger Bürgermeister Augustin Voit, daneben Regierungspräsident Christoph Hillenbrand.
 

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