Chiemgauer Rundschau

Bethel-Geld wird 100 Jahre alt PDF Drucken E-Mail
Freitag, 26. September 2008 um 04:59

Bielefeld. Das Bethel-Geld der Bethel-Anstalten wird 100 Jahre alt und feiert den Geburtstag mit einem Festakt. Gleichzeitig findet in Bielefeld das halbjährliche Vernetzungstreffen des Verbandes der Regiogeld-Initiativen vom 26. bis 28. September statt. Die Vernetzungstreffen dienen zum Gedanken- und Informationsaustausch. Sie sollen auch den Kontakt zwischen den regional getrennten Initiativen stärken.

Auf dem Treffen wird der Chiemgauer-Gründer Christian Gelleri ein Referat halten und am Festakt »100 Jahre Bethel-Geld« teilnehmen. Am Sonntag, 27. September, steht um das Thema »Gemeinschaft verwirklichen« auf der Tagesordnung. Besprochen werden Erfahrungen aus dem Chiemgau, Berchtesgadener Land, Vorarlberg und Sachsen-Anhalt.

Auf dem großen Festabend sprechen im Großen Saal der Bethel-Anstalten Christian Gelleri (Chiemgauer) und Gudrun Rehrl (Sterntaler) über »Regiogeld - eine starke Gemeinschaft«.

Die Bodelschwinhschen Anstalten Bethel kümmert sich als diakonische Einrichtung um Menschednen, mit Epilepsie, geistigen Behinderungen und psychichen Problemen. Die Einrichtung steht der evangelischen Kirche nahe. Rund 15.000 Mitarbeiter betreuen 100.000 Menschen. Vor hundert Jahren, am 1. September 1908, führten die Anstalten ein zusätzliches eingens Zahlungsmittel ein - die sogenannte »Bethel-Mark«. Diese wurden als Warengutscheine ausgebenen und bestehen bis heute zusätzlich zum offiziellen Zahlungsmittel Euro. Mit dem heutigen »Bethel-Euro« kann ausschließlich in den Ortschaften Bethel,  in Bielefeld-Eckardtsheim und im niedersächsischen Freistatt eigekauft werden. Es sind ungeführt noch 110.000 Gutscheine im Wert von einer Million Euro im Umlauf, die von rund zwölf Geschäften akzeptiert werden. (Eigenbericht).

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