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Geschrieben von: Redaktion
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Freitag, 15. Mai 2009 um 00:00 |
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Radltour-Serie des Bildungswerkes gestartet. Die nächste Radltour des Bildungswerks führt von Rosenheim durch das Hochmoorgebiet um Nicklheim bis zum Kloster Reisach bei Oberaudorf.
Rosenheim/Rohrdorf. Pilgern kann man auch gut auf dem Radl. Das bewiesen jetzt acht Radler, die den Spuren des heiligen Jakobus von Rosenheim zum Kloster Frauenwörth auf Frauenchiemsee folgten. Mit dieser sportlichen Form der Pilgerreise startete die erste Radltour des Bildungswerkes Rosenheim im Rahmen der Schwerpunktreihe » Faszination Klöster – Örter die berühren«. Die gute Mischung aus Spaß, kulturellem Angebot, Information und sportlicher Betätigung gefiel den acht Teilnehmern besonders gut. »Obwohl wir über viele abgelegene Wege geradelt sind, war die Strecke ohne große Anstrengung zu bewältigen und landschaftlich einfach wunderschön zu fahren«, erklärte die Mitradlerin Martina Schabert.
Los ging es am Bildungswerk Rosenheim, danach führte die Route durch das frühere Erzbistum Salzburg und das Bistum Chiemsee bis nach Prien. Dabei verlief die Strecke auf der voralpinen Route des südostbayerischen Jakobsweges. Bei einem ersten Stopp an der Jakobskirche in Rohrdorf informierte der Kulturführer Stefan Schorreels mit kleinen Anekdoten über die frühen Pilgerreisen auf dem Jakobsweg. So auch die folgende Geschichte, woher die Redewendung »sich etwas an den Hut stecken« kommt. »Die Pilger hatten nach ihrer Rückkehr ein hohes Ansehen in ihrer Gemeinde, da sie aus Santiago di Compostela eine Muschel mit nach Hause brachten. Dieses Erkennungszeichen steckten sie sich an den Hut. So wurden sie als Pilger erkannt.«
Nach dem Zwischenstopp ging es weiter über Frasdorf, Urschalling nach Prien, wo die sportlichen Pilger, diesmal ohne Radl, dafür aber mit dem Chiemseedampfer, auf Herrenchiemsee übersetzten. Hier gab es Wissenswertes über Dom und Klostergeschichte, bevor die Reise weiter zur Fraueninsel ging. Bei einem gemütlichen Rundgang über die Insel, erzählte Stefan Schorreels Geschichten über die Chiemseeinseln und ihre Klöster. So auch zur Benediktinerinnen-Abtei Frauenwörth, die bereits bereits um das Jahr 772 von » Tassilo III. gegründet wurde. 1901 wurde das Kloster erneut zur Abtei erhoben und ist damit neben dem Nonnberg in Salzburg das älteste bestehende deutschsprachige Frauenkloster nördlich der Alpen. Heute ist das Kloster besonders bekannt als Rückzugsort für Seminare zu den Themen Lebensorientierung, Gesundheit und Kreativität. Nach einer Besichtigung der Kirche, ließen die Radler ihre Tour bei einem gemütlichen Zusammensitzen ausklingen.
Nächste Radltour geht zum Kloster Reisach Die nächste Radltour des Bildungswerks führt von Rosenheim durch das Hochmoorgebiet um Nicklheim bis zum Kloster Reisach bei Oberaudorf. Begleitet von der Historikerin Ingrid Armbruster beginnt die »Radtour durch Moorgebiete und Streuwiesen zum Kloster Reisach« am Sonntag, 17. Mai, um 9 Uhr am Rosenheimer Bildungszentrum. Die Radltour bietet ihren Teilnehmern sportliche Bewegung durch eine reizvolle und besondere Vegetation, kombiniert mit einem interessanten kulturellen Angebot. Die Gebühr beträgt 15 Euro. Anmeldung und weitere Informationen beim Bildungswerk Rosenheim, Tel.08031 2142-18.
Bild: Beim ersten Stopp an der Jakobuskirche in Rohrdorf erfuhren die Radler Wissenswertes über die Pilgerreisen
Quelle: Bildungswerk/PM
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