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Zu 31 Einsätzen ausgerückt – leider ein Toter (bei Verkehrsunfall Achenmühle/Geiging). Die vielen anderen »Sicherheitsaufgaben« stehen im Schriftführerbuch. Bürgermeister Praxl heftet Georg Wagner jun. das Silberne Feuerwehr-Ehrenkreuz ans Revers.
Rohrdorf. Altbürgermeister Tischner, Pfarrer Doll, einige Bürgermeister und Gemeinderäte sowie Vertreter der Kreisbrandinspektion waren da. Kurzum die Hauptversammlung fand »so viel Interessierte wie lange nicht«. Vielleicht seien sich die Rohrdorfer bewusstgeworden, dass die Feuerwehr immer dann einspringt, wo Staat und Gemeinden an ihre Grenzen stoßen, sagte Feuerwehr-Vorstand Sebastian Neumeier bei der Hauptversammlung am zurückliegenden Samstag.
Er bezeichnete das Ehrenamt als »Rückgrat der Gesellschaft«. Der Feuerwehrchef wunderte sich deshalb, dass die Feuerwehren immer wieder vom Gesetzgeber mit neuen Vorschriften traktiert werden. Sei es die Führerschein- und Atemschutzträger-Problematik oder die der Verlängerung des aktiven Dienstes.
»Verunglückter« Besuch in TirolÜber das Leben im Feuerwehrverein berichtete Schriftführer Franz Pertl, wobei er humorvoll auf den vonseiten der Veranstalter »verunglückten« Besuch eines Feuerwehrfestes in Tirol einging. Positiv wertete auch er die Nachwuchsarbeit, die bereits mit dem gemeindlichen Ferienprogramm beginne, bei dem über 70 Kinder und Jugendliche von der Freiwilligen Feuerwehr betreut wurden.
Manfred Huber stellte im Kassenbericht fest, dass die Einnahmen höher als die Ausgaben waren. Er dankte der Gemeinde, aber auch vielen häufig ungenannten Gönnern für ihre Spenden, insbesondere dann, wenn diese ausdrücklich für die Jugendausbildung gegeben werden. Attraktive Jugendarbeit Wolfgang Seidl gab einen lebendigen Überblick über die Jugendarbeit im vergangenen Jahr. Er zeigte, dass dabei nicht nur ausgebildet und gelernt wird –Truppmannprüfung, Einsatzübung, Ausbildung in Fahrzeugkunde, Erster Hilfe und Technischer Hilfeleistung – sondern dass mit Betriebsbesichtigungen, Schlittenfahren und ähnlichem auch außerhalb des FFW-Dienstes attraktive Nachwuchsarbeit geleistet wird. Sein Bericht war, auch dies ist für den Nachwuchs wichtig, fast so umfangreich wie der des 1. Kommandanten Josef Piezinger jun.
Ausgerückt zu 31 Einsätzen Dieser stellte in gewohnt leidenschaftlicher Art die 31 Einsätze der aktiven Wehr dar, wobei er manchen Seitenhieb auf »den motorisierten Siedler« austeilte. Neben einer großen Katastrophenschutzübung in Neubeuern waren sieben Brandeinsätze zu bewältigen sowie 17 Technische Hilfeleistungen, beides vorwiegend bei Kraftfahrzeugen. Leider musste die FFW auch wieder einen Toten und sieben Verletzte bergen. Die fünf Fehlalarme seien zwar ärgerlich, zeigten aber doch auch, dass die Brandmeldeeinrichtungen in den Fabriken funktionieren. Als latentes Problem nannte Piezinger die Zufahrt zum FFW-Haus, die ständig von Fahrzeugen zugeparkt sei.
Ehrungen Mit der Vereinsnadel in Silber für 25 Jahre Mitgliedschaft im Feuerwehrverein wurden ausgezeichnet: Dr. Wolfgang Beck, Peter Forstner sen., Ludwig Hefter jun., Simon Kapsner jun., Franz Koch, Sepp Neuner jun., Georg Summerer, Georg Wagner jun. und Herbert Wörndl. 35 Jahre beim Feuerwehrverein und damit neue Träger des Goldenen Abzeichens sind Fritz Tischner, Peter Hofmann, Bernhard Huber, Dieter Neumeier, Josef Piezinger jun., Gerhard Rehm, Georg Kieler und Rudi Scholz.
Eine besondere Auszeichnung bekam Georg Wagner jun. Für seine 25-jährige aktive Feuerwehrarbeit wurde ihm durch Bürgermeister Christian Praxl im Auftrag des bayerischen Innenministers das Feuerwehrehrenkreuz in Silber angeheftet.
Bild: Über die Auszeichnung freuen sich Erster Bürgermeister Christian Praxl (von links), Georg Wagner jun., Kreisbrandinspektor Peter Moser und Kommandant Josef Piezinger jun.
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