Chiemgauer Rundschau

Bürger fordern Eintunnelung der A8 bei Achenmühle PDF
Geschrieben von: Marisa Pilger   
Donnerstag, 12. Februar 2009 um 00:00

200 Interessierte kamen. Auch Vertreter aus Kommunal- und Landespolitik da. Umfassyender und nachhaltiger Lärmschutz gefordert.

Achenmühle und Rohrdorf – Dass der geplante Ausbau der A 8 auch die Rohrdorfer nicht unberührt lässt, zeigte sich bei einer Informationsveranstaltung, zu der die »Bürgerinitiative A8 Rohrdorf – Achenmühle, für eine lebenswerte Zukunft in unserer Heimatgemeinde e.V.« eingeladen hatte. Mit Nachdruck fordert das Rohrdorfer Bündnis - als Alternative zum vorgesehenen offenen Ausbau der Salzburger Autobahn - Grün- bzw. Landschaftsbrücken im Abschnitt zwischen Apfelkam und Daxa.

Rund 200 Besucher konnte Vorstand Josef Schmid trotz widriger Wetterverhältnisse im Dorfhaus Achenmühle begrüßen, darunter die Bürgermeister Christian Praxl (Rohrdorf) und Georg Huber (Samerberg), zahlreiche Gemeinderäte, stellvertretenden Landrat Paul Unterseher aus Höhenmoos und den tourismuspolitischen Sprecher der CSU-Landtagsfraktion, Klaus Stöttner (CSU), sowie  Vertreter der Initiativen aus Frasdorf und Bernau und des Logistik Kompetenz Zentrums Prien.

Nur die Einhausung der Trasse an den Ortspassagen könne einen »zukunftsorientierten, nachhaltigen und allumfassenden Lärmschutz« gewährleisten, führte Schmid in seiner Präsentation aus, bei der sich das Publikum auch von vergleichbaren, bereits realisierten Bauwerken ein Bild machen konnte. Notwendige Verkehrswege könnten ohne zusätzliche teure Brückenbauwerke und Unterführungen über die Grünbrücken geführt werden; ebenso wäre eine landwirtschaftliche Nutzung auf den Überbrückungsflächen möglich.

»Sicher nicht ohne Grund«, ergänzte der Mediziner Dr. Alexander Kahle aus Höhenmoos als Gastreferent, würden zum kommenden Jahr die Feinstaub-Grenzwerte deutlich nach unten geschraubt: Demnach sind ab 2010 pro Kalenderjahr nurmehr sieben anstatt wie bisher 35 Überschreitungen des Grenzwertes von 50 Mikrogramm/m3 erlaubt; der zulässige Jahresmittelwert wird von derzeit 40 auf 20 Mikrogramm gesenkt.

Diese und andere Schadstoffe wie etwa Stickstoffdioxide, so Schmid weiter, könnten nur mit Einhausungen kontrolliert abgeleitet und gefiltert werden. Unter den von der Autobahndirektion Südbayern vorgesehen drastischen Eingriffen ins Landschaftsbild hätten zudem nicht nur Flora und Fauna zu leiden. Ebenso sieht das Bündnis  »die Grundlage für den Fremdenverkehr als zusätzliches wirtschaftliches Standbein« in Gefahr. Schließlich bringe der anvisierte Ausbau eine Verbreiterung der Verkehrsachse um 19 auf dann 36 Meter (inklusive Lärmschutzmaßnahmen auf 45 bis 50 Meter) mit sich, sowie bis zu zwölf Meter hohe Stützmauern entlang der Nordseite und bis zu 5,50 Meter hohe Mauern und Wälle im Süden. Auch den Flächenverbrauch für den acht Kilometer langen Abschnitt im Gemeindebereich Rohrdorf führten die Referenten ins Feld: Insgesamt 288.000 Quadratmeter Bodenfläche – ungefähr 39 Fußballfelder - und damit mehr als doppelt soviel wie bisher, wären letztlich mit der angepeilte Trasse versiegelt. Dabei stelle die Voralpenlandschaft »die wichtigste Basis für jede Entwicklung und Belebung des Tourismus in unserer Region dar«.

Nun, möglichst noch vor Beginn des Genehmigungsverfahrens, will die Bürgerinitiative den Dialog mit den politischen Entscheidungsträgern ankurbeln. Schließlich, zog Schmid eine erste Bilanz der Veranstaltung, habe der Informationsabend deutlich gezeigt, dass viele Bürger nicht bereit seien, jede standardmäßig angebotene Lösung klaglos hinzunehmen.

 

Was ansteht

Mo Sep 13 @07:00 - 09:00
Malen kennen und können lernen
Fr Sep 17 @08:00 - 05:00
Anderes Geld & Grundeinkommen
Sa Sep 18 @08:00 - 05:00
Anderes Geld & Grundeinkommen
So Sep 19 @08:00 - 05:00
Anderes Geld & Grundeinkommen
Mo Sep 20 @07:00 - 09:00
Malen kennen und können lernen
Mo Sep 27 @07:00 - 09:00
Malen kennen und können lernen