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Geschrieben von: Inge Graichen
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Mittwoch, 02. Dezember 2009 um 00:00 |
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Obing. »Wir wollen nicht immer mehr Subventionen, sondern einen gerechten Preis für unsere Arbeit als Milchbauern« –mit einem weithin sichtbaren Mahnfeuer in Rumersham bei Obing ganz in der Nähe der B 304 verliehen hunderte von Bauern aus Obing, Schnaitsee und Umgebung ihren Forderungen an Politiker und Bauernverbandsvertreter Nachdruck. Eine schauspielerisch begabte Gruppe von Bauern kleidete die Einschätzung der gegenwärtigen Lage in den Sketch »Die verhunzte Millisupp’n«.
Politik, Handel, Bauernverband, Molkereien, Pharmaindustrie – sie alle mischten ihre Zutaten in die Milch; der BDM-Koch, den die erst ganz zum Schluss ranließen, konnte die Millisupp’n nur noch umschütten, weil sie so scheußlich geworden war. Er muss ganz neu anfangen, war die Interpretation von Peter Hötzelsperger aus Prien, der sich den Sketch ausgedacht hatte, und im Anschluss an die Aufführung die Forderungen des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter (BDM) zum Ausdruck brachte. Der BDM ziele auf die Anpassung der Milchproduktion an die Marktnachfrage, die Zurücknahme der EU-weiten Milchquotenerhöhung des letzten Jahres und die Abschaffung der deutschlandweiten Saldierung, nach der jeder Milcherzeuger über seine Quote produzieren kann, wenn wo anders einer weniger produziert. Die von der Bundesregierung versprochenen 750 Millionen Euro Hilfen bedeuteten lediglich die Erhöhung des Milchpreises um zwei Cent pro Liter, war sich Peter Hötzelsperger sicher.
Alois Hainz, BDM-Mitglied aus Obing-Frabertsham und einer der Organisatoren des Rumershamer Mahnfeuers, appellierte an die Milchbauern, auch ihr ganz persönliches Handeln zu überdenken: »Wir dürfen nicht mit Eiweißfutter aus anderen Ländern unsere Milchproduktion steigern und dann mit Hilfe von Exportsubventio nen mit unserer Milch die Märkte für die dortigen Produzenten kaputtmachen.« |