Obing. Die Gemeinde Obing wird zur Unterstützung der Initiative für die Einrichtung eines Dorfladens in Frabertsham den Auftrag für die Durchführung einer Machbarkeitsstudie erteilen und dafür die Förderung bei Leader beantragen. Mit diesem Beschluss rückte der Obinger Gemeinderat von seiner bisherigen Meinung ab, den Frabertshamer Bürgern sei durch die Zeichnung von Anteilen an einer Genossenschaft für den Dorfladen mehr geholfen.
Als Vertreter der Initiatoren des Dorfladenprojektes konnte Hans Schloder die Gemeinderäte davon überzeugen, dass nur mit Machbarkeitsstudie eine Chance besteht, für die Einrichtung des Dorfladens Frabertsham und für die Öffentlichkeitsarbeit zur Bekanntmachung dieser Einkaufsmöglichkeit EU-Fördermittel aus dem Leader-Programm zu erhalten.
Eine solche Studie beinhaltet eine Abschätzung des Marktpotenzials und die Entwicklung eines auf die lokalen Bedingungen abgestimmten Struktur- und Funktionskonzeptes für den Dorfladen, das z. B. Auskunft gibt über Raumbedarf, Sortiment und Personalbedarf und Vorschläge zur rechtlich-organisatorischen Struktur macht.
Es wird angestrebt, sich an den Auftrag der Gemeinde Amerang anzuschließen, die für den Dorfladen in Evenhausen eine ähnliche Studie braucht und deren Durchführung bereits beschlossen hat. Damit wäre ein erheblicher Kostenvorteil verbunden. Die Obinger Gemeinderäte wollten mit der Übernahme der Kosten für die Machbarkeitsstudie die Arbeit der Initiatoren honorieren und einen Beitrag zur Aufwertung des Ortes Frabertsham leisten.
Barrierefreier Zugang zum Obinger See
Ein Obinger Beitrag zu dem Leader-Projekt »Barrierefreier Zugang zu Erholungseinrichtungen« ist ein barrierefreier Zugang in den Obinger See. Der Gemeinderat Obing beschloss, rund 15000 Euro für die Installation einer höchstens sechs Grad geneigten Rampe neben dem Hauptsteg im Strandbad zur Verfügung zu stellen und die Förderung durch Leader für dieses Einzelvorhaben zu beantragen.
Die ungefähr acht Meter lange Rampe aus Lärchenholz mit rutschsicherer Auflage aus Alu-Riffelblech soll neben der dem Wasserwachthaus zugewandten Seite des Steges entstehen; in der Planung enthalten ist eine Verbesserung der Zugänglichkeit für Rollstuhlfahrer auf dem Weg vom Eingangs- und Funktionsgebäude mit bestehendem Behinderten-WC bis zur Rampe hin. Unter anderem ist an einer Geländekante eine Abschrägung mit Pflasterung auf etwa zwanzig Meter Länge vorgesehen. Außerdem wird eine spezielle Beschilderung auf das Angebot aufmerksam machen, das ab Sommer 2010 zur Verfügung stehen soll.
Gemeinde übernimmt Miete fürs Trachtenheim
Da der Obinger Trachtenverein »D’Grüabinga« auf Grund veränderter Nutzungsbedingungen gegenwärtig für sein Trachtenheim zusätzlich zu den Strom- und Heizungskosten Miete zahlen muss, sprach sich der Gemeinderat dafür aus, diese Miete zu übernehmen. Gemeinderat Martin Maier aus Honau hatte darauf hingewiesen, dass anderen Ortsvereinen unentgeltlich gemeindliche Ein-richtungen zur Verfügung stünden; um ungerechte Behandlung zu vermeiden, kam nach einstimmiger Ansicht der Gemeinderäte nur die Bezahlung der Gesamtmiete durch die Gemeinde infrage. Für das im nächsten Jahr anstehende 100jährige Gründungsjubiläum des Trachtenvereins möchte sich der Gemeinderat auf die übliche Finanzierung der Musikkapelle beim »Tag der guten Nachbarschaft« beschränken, nicht schon im Vorfeld Hinweisschilder o. ä. bezuschussen.
Abgelehnt wurde auch der Beitritt der Gemeinde zum Förderverein für das »Haus der bayerischen Trachtenkultur und Trachtengeschichte« auf Landesebene; man wolle sich auf die Unterstützung der örtlichen Vereine konzentrieren, war die einhellige Meinung. Bei den Bauangelegenheiten wurde dem Antrag von Andreas Heinz zur Erweiterung des bestehenden Stallgebäudes bei seinem Anwesen in Reit entsprochen, ebenso dem Antrag von Christian Schnebinger, der in der Kienberger Straße in Pfaffing eine Garage aufzustocken und zu Wohnzwecken auszubauen beabsichtigt.
Bild: Neben dem Steg im Vordergrund soll eine Rampe aus Lärchenholz entstehen, die Rollstuhlfahrern und anderen in ihrer Beweglichkeit eingeschränkten Personen den Zugang ins Wasser des Obinger Sees erleichtert. [Foto: Graichen]