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Sport-Ehrennadeln verliehen.
Obing. Auf der Obinger Bürgerversammlung 2009 wurde wie in den vorangegangenen Jahren das langjährige ehrenamtliche Engagement von Mitbürgern in Vereinsvorständen durch die Ehrenamtsmedaille gewürdigt. Ludwig Mörner war 12 Jahre bei der Freiwilligen Feuerwehr Obing als Schriftführer tätig, seit 1996 ist er Vorsitzender des Musikvereins, so dass er insgesamt auf eine 25jährige Tätigkeit im engeren Kreis der Vorstandschaft eines Ortsvereins zurückblicken kann. Josef Reithmeier, seit 25 Jahren Vorsitzende des Bienenzuchtvereins Obing und Pittenhart, ist zwar Pittenharter Bürger, erhielt aber die Obinger Ehrenamtsmedaille für die Vorstandstätigkeit in einem Verein, der einen wichtigen Beitrag zum Obinger Ortsgeschehen leistet.
Mit der Sportehrennadel hervorgehoben wurden besondere sportliche Erfolge, in diesem Jahr vor allem aus den Reihen der Schützen. Leo Brandl erreichte den 3. Platz bei den Deutschen Meisterschaften für Zimmerstutzen, Maria Schausbreitner den 1. Platz bei den Oberbayerischen Meisterschaften für Luftpistole, Lisa Schausbreitner den 2. Platz, Robert Ober den 3. Platz bei den Oberbayerischen Meisterschaften für Kleinkaliber liegend. Die gesamte Mannschaft »Obing 1« Luftgewehr mit Leo Brandl, Jörg Huber, Melanie Lamprecht, Robert Ober, Felix Rammrath und Simon Voit wurde für die Meisterschaft in der Bezirksliga und den Aufstieg in die Bayernliga mit der Sportehrennadel in Bronze geehrt. Außerdem erhielten Albert Lamprecht und Hermann Wolfegger die Sportehrennadel, weil sie bereits über 250 Rundenwettkämpfe für die Obinger Schützen bestritten haben. Für die Silbermedaille in der Staffel Luftgewehr bei den Deutschen Meisterschaften im Sommerbiathlon in der Altersklasse Jugend wurde Mathias Borowicz ausgezeichnet. Silvia Tietje aus dem Lebenshilfewohnheim Großornach gewann bei den Special Olympics National Winter Games in Inzell die Goldmedaille im 3000-Meter-Langlauf und belegte den 4. Platz über 1000 Meter sowie den 5. Platz mit der Staffel.
Viele Projekte an der Obinger Schule Rektor Ludwig Bürger berichtete auf der Obinger Bürgerversammlung über die schulische Situation. An der größten Volksschule im Schulamtsbereich Traunstein werden 524 Schüler unterrichtet, 20 weniger als letztes Schuljahr. Im Schuljahr 2009/10 können nur zwei erste Klassen gebildet werden. Es gibt in Obing und Pittenhart zwar 66 Kinder, die dann das Schuleintrittsalter erreicht haben, auf Grund von Zurückstellungen werden aber nur 51 eingeschult, und das reicht nur für zwei Klassen, erläuterte Rektor Ludwig Bürger. Die Buskinder aus den Außenbereichen Obings werden demzufolge in Pittenhart in die Grundschule gehen.
Als sehr positiv wertete Rektor Ludwig Bürger, dass es im letzten Schuljahr mit vereinten Kräften gelungen sei, alle Schulabgänger beruflich oder in weiterer schulischer Bildung unterzubringen. In diesem Jahr seien 47 von 69 Abgangsschülern jetzt schon versorgt, bei den zwei zehnten M-Klassen alle bis auf vier – dennoch sei es wichtig, die jungen Leute bei ihrer Suche nach Ausbildungsplätzen nicht allein zu lassen. An die heimischen Betriebe richtete Ludwig Bürger den eindringlichen Appell, weitere Lehrstellen zur Verfügung zu stellen – in Obinger Betrieben seien bisher erst drei Lehrstellen angeboten worden.
Rektor Bürger machte in seinem Bericht klar, dass sich die Volksschule Obing durch ein sehr aktives Schulleben auszeichnet und ständig neue Wege geht. Mit Mittagsbetreuung und Ganztagsbetreuung, die gegenwärtig 30 Schüler besuchen, trug man den geänderten Familienstrukturen mit mehr Alleinerziehenden Rechnung. Es laufen Vorbereitungskurse fürs Quali; Selbstbehauptungskurse für die 1. und 4. Klassen, Streitschlichter und Schülerlotsen wurden ausgebildet und haben ihre selbständige Arbeit aufgenommen.
Die Zusammenarbeit mit den Obinger Handwerksbetrieben für das Projekt Praxis an Hauptschulen laufe gut; in diesem Rahmen solle im Frühling und Frühsommer dieses Jahres der Pausenhof der Hauptschule umgestaltet werden. Geplant sind unter anderem Pflaster- und Pflanzarbeiten, die Schaffung neuer Sitzgelegenheiten, einer Feuerstelle und eines Grillplatzes und eine Schmiedearbeit. Besondere Furore machte die Volksschule Obing mit ihrer »digitalen Schultasche«, ein USB-Stick mit vielen für Schüler wichtigen Software-Programmen, die jeder an seinem Computer direkt vom Stick aus starten kann. Es seien schon 300 Stück verkauft worden, andere Schulen und auch die Medien interessierten sich für dieses innovative Instrument zur besseren Meisterung des modernen Schulalltags, berichtete Ludwig Bürger. Außerdem teilte er mit, dass es jetzt T-Shirts und Sweatshirts mit dem Schullogo gibt, und außerdem, dass mit Ramona Buchner endlich eine Schulsozialarbeiterin an der Obinger Schule ihre Tätigkeit aufgenommen hat, um eine bessere Verbindung zwischen Schule und Familien herstellen und Schüler bei schulischen und außerschulischen Problemen zu unterstützen.
Pfarrei der Baustellen Pfarrer Martin Klein stimmte die Zuhörer darauf ein, dass das Bauen und Renovieren in der Pfarrei Obing mit der Sanierung des Pfarrheims und des Turms der Albertaicher Kirche noch nicht abgeschlossen ist. Es stehe noch die Erneuerung der Fassade der Albertaicher Kirche an und an der Kirche in Diepoldsberg müssten Hagelschäden repariert werden. Die Sanierung des kirchlichen Kindergartens St. Gabriel werde in Angriff genommen, wenn es gelinge, dafür Mittel aus dem Konjunkturförderprogramm zu ergattern.
Positiv wertete Pfarrer Martin Klein das hohe Spendenaufkommen, das durch ehrenamtlichen Einsatz Obinger Bürger ersammelt werden konnte. Die dieses Jahr 89 Sternsinger in 21 Gruppen brachten über 22000 Euro zusammen, «Junge Leute helfen« mit dem Hauptorganisator Hubert Zeltsperger aus Obing konnte wieder über 22.000 Euro allein aus dem Bereich der Pfarrei Obing für Projekte in den Ländern des ehemaligen Jugoslawien zur Verfügung stellen; insgesamt waren es 190000 Euro aus 74 Pfarreien.
Bild: Freude über die Ehrungen auch bei den Versammlungsteilnehmern – Josef Reithmeier (zweiter von rechts) erhält die Ehrenamtsmedaille samt Urkunde von Obings zweitem Bürgermeister Josef Huber (rechts daneben) überreicht - Bauamtsleiter Josef Schluck assistiert (Foto von Graichen)
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