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Geschrieben von: Matthias Leippe
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Donnerstag, 08. Oktober 2009 um 00:00 |
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Verkleinerter Vorstand will Deutschlands erfolgreichste Regionalwährung im Bereich Bildung und Forschung weiterentwickeln. Regionalgeld-Kongress für 2010 in Traunstein geplant. Starker Mitgliederzuwachs um 379 Mitglieder. Künftig gibt es Zweijahresgutscheine. Ausgliederung des wirtschaftlichen Bereichs in Sozialgenossenschaft Regios eG verlief reibungslos. Prien. »Wir haben gut zugelegt«. So das Fazit von Christian Gelleri, der als Vorsitzender von Deutschlands erfolgreichstem Regionalgeld den Verein in sein siebtes Vereinsjahr führt. Der Verein hat 379 Mitglieder hinzugewonnen. Die geförderten Vereine verzeichneten ein »äußerst lukratives Jahr«, denn 31.975 Chiemgauer wurden ausbezahlt. Dies war auch möglich, weil das Chiemgauer-Unternehmen St. Leonhardsquelle mit 10.000 Chiemgauer die in einem definierten Zeitraum erreichte Fördersumme auf 6 Prozent verdoppelte. Ein Chiemgauer entspricht dem Wert eines Euro und die Vereine erhalten drei Prozent, wenn Verbraucher bei Ausgabestellen Chiemgauer zum Einkaufen abheben. Ein stabiles Netzwerk von 620 teilnehmenden Unternehmen, 195 geförderten Vereinen und 42 Ausgabestellen in den Landkreisen Rosenheim und Traunstein kennzeichnen den Verein.
Der neue Vorstand In der gestrigen Jahreshauptversammlung verkleinerten die Mitglieder den Vorstand von 10 auf 7. Alle Ämter, bis auf das des Vorsitzenden, wurden dabei neu besetzt und Ressorts zusammengefasst. Damit solle das Team noch schlagkräftiger werden. Einstimmig gewählt wurde als Vorsitzender Christian Gelleri (dritter von links) sowie die Stellvertreter Elisabeth Koch (vorne links) und Christophe Levannier (zweiter von rechts). Das Amt des Schriftführers hat Matthias Leippe (zweiter von links) inne, das der Schätzmeisterin Sabine Licht (Mitte). Die Regionalgruppen werden durch Klaus Kopp (ganz links) und Peter Fochler (ganz rechts) vertreten. Die umfassende Umstrukturierung schließt die Trennung der Aufgaben zwischen dem Chiemgauer-Verein und der vor einem Jahr gegründeten Sozialgenossenschaft Regios eG ab. Während der Verein sich um die ideellen Belange kümmert, sorgt die Genossenschaft für die wirtschaftliche Abwicklung. Dank an alten Vorstand Mit einer Kollektion von Regionalgeld-Gutscheinen aus ganz Deutschland bedankte sich Vereinsvorsitzender Christian Gelleri (Bildmitte) bei den vier ausscheidenden Vorständen. Diese sind Gerd Waizmann (Strategieressort, links), Thomas Wittich (Technik), Marc Berghaus (Bildung und Kongresse) sowie Achim Kraus (Schriftführer). Eckpfeiler des Erfolgs In seinem Bericht verwies Christian Gelleri auf die prägenden Faktoren des Vereinsjahrs. Er nannte die gemeinsame Forschungsstudie mit der Klimawerkstatt der Technischen Universität München und die Feier zum 5. Vereinsgeburtstag mit Anwesenheit zweier Landtagsabgeordneter. Zahlreiche Vorträge, Aktionen und Infoständen und ein ehrenamtliches Engagement von rund 7.000 Stunden waren die Eckpfeiler des Erfolgs. Eine gute Pressearbeit sorgte für eine starke Präsenz in regionalen wie überregionalen Medien, betonte der Vorsitzende in seinem Bericht. Künftig gilt Gutschein zwei Jahre Einstimmig beschlossen wurde, dass der Chiemgauer-Gutschein künftig zwei Jahre gilt. Damit werden Druckkosten wie Aufwand beim Verteilen der Scheine halbiert und Umweltbelastungen reduziert. Marc Berghaus präsentierte die neue Kollektion für die Jahre 2010 und 2011. Auf der neuen Kollektion werden Kreisläufe mit grafischen Elementen dargestellt. Abbildung von Ausgangsbasis und Endprodukt und das Leitmotiv »Aus der Region – für die Region« geben den Scheinen einen unverwechselbaren Charakter. Insgesamt gibt es elf Motive von Biene/Honig, über Erdbeere/Marmelade bis hin zu Getreide/Brot, welche die regionale Erzeugung von Lebensmitteln veranschaulichen. Selbstverständlich bleibt der hohe Sicherheitsstandard erhalten: 14 Merkmale verhindern, dass die beliebten Gutscheine gefälscht werden können, was noch nie der Fall war. Perspektive: Bildung und Forschungsstudie Der Verein hat sein 2005 ausgearbeitetes Leitbild der nachhaltigen regionalen Förderung der Region und finden innovativer, alternativer Wege im Bereich »Umgang mit Geld« bis heute konsequent umgesetzt. Deshalb werden neue Akzente für die kommenden Jahre gesetzt, wie Christian Gelleri es herausstellte. Man wolle die Aktivitäten in Bewusstseinsbildung und Forschung verstärken. Den Anfang macht ein im Oktober 2010 geplanter Regiogeld-Kongress. Auch befindet sich eine wissenschaftliche Arbeitsgruppe in Vorbereitung. |
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