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New York. Die deutsche Ausgabe der International Business Times berichtet mit Berufung auf die »Detroits News« von gegenwärtig 75 regionalen Währungen in den USA. Die Gründerin des »BerkShares«, Susan Witt, geht hingegen von einem Dutzend Lokalwährungen aus.
Die Zeitung verweist auf »seit bereits einiger Zeit« erfolgreiche Regionalgeldwährungen in Deutschland und nennt als Beispiel den Chiemgauer. Ebenfalls erwähnt wird der Regiogeld-Verband Regiogeld e. V., in dem sich viele, aber nicht alle Regiogeld-Initiativen vernetzen. Als jüngstes Beispiel für eine solche Initiative wird der Donautaler im schwäbischen Riedlingen genannt.
Zu Silvio Gesell heißt es, dass er »das Freigeld und die dazugehörige Wirtschaftstheorie« erdacht hat. Er habe mit »Schwundgeld« die Umlaufsicherung des Geldes sichern und eine Verklumpung des Finanzsystems verhindern wollen.«
Die International Business Times wertet: »Eben diese Vermögenskonzentration kann als eine der Hauptursachen für die globale Finanz- und Wirtschaftskrise in 2009 identifiziert werden.«
Der Autor Rainer Gutknecht nennt allerdings nicht explizit die Aufgabe, die der Negativzins entsprechend der Gesell'schen Lehre eigentlich erfüllen soll. Nämlich, dass Geld nicht gehortet und das Kapital nicht dem Wirtschaftsgeschehen nicht entzogen werden kann. In diesem Sinne wird Geld zur verderblichen Ware – auch wäre den unsäglichen Folgen der Zinsspirale ein Ende gesetzt.
Wer sich die Gesell'schen Freigeldtheorie im Original ansehen will, wird unter anderem bei der Freien Universität Berlin fündig.
Errata: Die International Business Times schreibt: »Die größte regionale Währung in den USA stellen die ›BerkShares‹ in Massachusetts dar, die es bereits seit 2006 gibt und von denen bereits Geldscheine im Wert von 2,3 Milliarden ›echten‹ US-Dollars herausgegeben wurden.« Richtig müsste es heißen: 3,2 Millionen wie es die Basler Zeitung berichtet. |